Internistische Gemeinschaftspraxis
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Magen-Darm-Erkrankungen / Gastroenterologie

Die Gastroenterologie ermöglicht die Diagnostik und die Therapie sowie die Prävention von Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts, sowie der damit verbundenen Organe wie Leber, Gallenblase und Bauchspeicheldrüse.
Es werden alle technischen Möglichkeiten der Endoskopie und des Ultraschalls in unserer Praxis vorgehalten.

Endoskopische Diagnostik bei unklaren Magen- oder Darmbeschwerden

  • Gastroskopie (Magenspiegelung)
  • Coloskopie (Dickdarmspiegelung)

Wir setzen für die endoskopischen Untersuchungen neben den üblichen Sedierungs- bzw. Kurznarkose-verfahren mit Propofol die sogenannte CO2-Insufflation ein. Dabei wird während der Untersuchung keine Luft sondern C02, zur Entfaltung der untersuchten Darmabschnitte eingebracht. CO2 wird sehr viel schneller vom Körper wieder aufgenommen, damit wird der Untersuchungskomfort deutlich erhöht. Die üblichen Blähungen nach endoskopischen Untersuchungen können damit weitestgehend vermieden werden.

Wir bieten Ihnen sowohl die Kurznarkose als auch die CO2-Insufflation kostenfrei. Auch eine Untersuchungshose ist in unserer Leistung inbegriffen. Wir freuen uns über den dadurch gesteigerten Untersuchungskomfort und hoffen so, die Akzeptanz dieser sinnvollen Untersuchungmethode weiter zu steigern.

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Ambulante operative Endoskopie

  • Entfernen von Polypen oder kleinen Tumoren aus Magen und
  • Darm durch endoskopische Polypektomie und Mucosektomie
  • Endoskopische Blutstillung (Clipping, Looping, submucöse Injektion)
  • Ballondilatationsverfahren bei Verengungen im Bereich von Speiseröhre, Magen und Darm
  • Beseitigung von Krampfadern der Speiseröhre (Varizenligatur und -sklerosierung)
  • Fremdkörperentfernungen
  • Anlage einer Ernährungssonde (PEG)
  • Die zur Diagnostik und Therapie verwendeten Endoskope sind modernste elektronische Chip-Endoskope. Die Aufbereitung und Desinfektion der Endoskope erfolgt mit modernsten ERD-Automaten. Es werden regelmäßige Hygieneprüfungen durchgeführt. Schwierige, sehr zeitaufwändige Eingriffe oder Interventionen mit höherem Risiko werden bedarfsweise in unserer Krankenhaus-Endoskopie unter chirurgischem und anästhesiologischem Stand-by durchgeführt. Dadurch sind auch endoskopischen Prozeduren möglich, die sonst in einer Praxis unter Nutzen-Risiko-Abwägung nicht realisierbar sind.

    Kapselendoskopie

    Bei der Kapselendoskopie wird der durch die Magen - und Darmspiegelung unzugängliche Dünndarm mit Hilfe einer Videokapsel untersucht.  Dabei schluckt der Patient eine Kapsel von der Größe einer Antibiotikakapsel. Die Kapsel ist mit einer Kamera, einer Lichtquelle sowie einem kleinen Sender ausgestattet und durchläuft das gesamte Verdauungssystem. Die Aufnahmen werden an einen Datenrekorder gesendet, den der Patient für ca. 12 h bei sich trägt. Währenddessen kann man sich sich frei bewegen, die Untersuchung findet ambulant statt. Nach 2 Stunden kann der Patient in Maßen klare Flüssigkeiten ohne Kohlensäure (z.B. stilles Wasser, Tee) zu sich nehmen, rote Flüssigkeiten und Milch-Getränke würden die Aufnahmen hingegen stören. 4 Stunden nach Beginn der Untersuchung ist die Einnahme einer kleinen Mahlzeit (z.B. klare Brühe mit etwas Brot) sowie von Tabletten erlaubt.

    Anschließend werden die Bilder vom Arzt ausgewertet.  Das Verfahren ist maximal komfortabel, gut verträglich, Kontraindikationen und Nebenwirkungen extrem selten. Die Kapsel selbst wird auf natürlichem Weg ausgeschieden, es handelt sich um einen Einmalartikel.

    Die Vorbereitung ähnelt der für eine Darmspiegelung, bei entsprechender Indikation kann diese Untersuchung auch im direkten Anschluß an eine endoskopische Diagnostik angeschlossen werden, sodaß das Abführen zur Vorbereitung nur einmal notwendig ist. Zur Anwendung kommt das Verfahren in der Regel dann, wenn ärztliche Befragung und Untersuchung, Magen- und Darmspiegelung keine ausreichende Erklärung für eine unklare Blutarmut bieten. Andere Indikationen (chronisch entzündliche Darmerkrankungen, Zöliakie, Tumorsuche) können aus medizinischer Sicht sinnvoll sein, müssen aber vor Anwendung mit dem Kostenträger abgestimmt werden.

    Endoskopische Submucosa Dissektion (ESD)

     Wir sind besonders stolz  - unseres Wissens exklusiv in weitem Umkreis  - die ESD anbieten zu können. Dabei handelt es sich um einen chirurgisch-endoskopischen Eingriff zur Entfernung von Magen-Darm Tumore die lokal fortgeschritten sind, die Muskelschicht des Magen-Darm-Traktes noch nicht durchbrochen und noch nicht in den Körper gestreut haben. Somit können endoskopisch, ohne Eröffnung einer nicht natürlichen Körperhöhle große Veränderungen, bösartige Veränderungen bzw. deren Vorstufen behandelt werden, deren Therapie bislang einer Operation mit Bauchspiegelung oder Bauchschnitt vorbehalten war.  

    Vorteile des Verfahrens sind die geringe Belastung für den Organismus im Vergleich zur Operation und die Möglichkeit im Vergleich zur herkömmlichen Polypenabtragung auch große Veränderungen "en bloc", also am Stück abzutragen und so dem Pathologen zur Begutachtung zuzuführen. Dies ist insbesondere bei bösartigen Veränderungen bzw. deren Vorläufern wichtig für die richtige Therapie. 

    Nach Markierung und Unterspritzung wird mit Hilfe spezieller Werkzeuge das Bindegewebe zwischen Tumor und Muskelschicht Schritt für Schritt durchtrennt (s.u.). Der Eingriff erfordert ein hohes Maß an Erfahrung, Zeit und Personal besticht aber durch o.g. Vorteile für Sie als Patient. In der Regel wird ein solcher Eingriff stationär in unserer Belegabteilung am Krankenhaus Bad Saulgau in Vollnarkose durchgeführt. 

    Endoskopische Submukosa-Disektion (nach N. Yahagi et al., Dig. Endosc, 2004) 
    Endoskopische Submukosa-Disektion (nach N. Yahagi et al., Dig. Endosc, 2004)

    Endoskopische Therapie (Mukomyotomie) des Zenker-Divertikels

    Das Zenker-Divertikel ist eine Erkrankung, die mit einem hohen Leidensdruck verbunden sein kann. Man bezeichnet damit eine Aussackung im Bereich des oberen Schließmuskels der Speiseröhre, wo sich eine natürliche Schwachstelle des Gewebes befindet. Ab einer gewissen Größe kann dies erhebliche Schluckbeschwerden zur Folge haben. Zu den schwerwiegendsten Folgen gehören Gewichtsabnahme und Komplikationen wie Lungenentzündungen (Aspirationspneumonie), Entzündungen oder Blutungen.

    Die Behandlung des Zenker Divertikel mit flexiblen Endoskopen stellt heute eine gute Alternative zur chirurgischen Therapie dar. Diese Behandlungsmassnahme wird nur in wenigen Deutschen Kliniken angeboten, wir führen diesen Eingriff seit über 15 Jahren mit guten Erfolgen durch.

    Bei dieser schonenden minimalinvasiven Behandlungsmethode wird ein Endoskop vorsichtig durch den Mund eingeführt und ein Muskelstrang am Divertikel mit einer kleinen elektrischen Schere durchtrennt. 
    Der Eingriff dauert etwa 20-30 Minuten, erfolgt in der Regel stationär während eines 2-tägigen Aufenthaltes, eine Vollnarkose ist meist nicht notwendig. 

    Proktologie

    Diagnose und Therapie von Enddarmerkrankungen sowie Behandlung von Hämorrhoiden

    Ultraschalluntersuchungen

    mit Blutflussmessungen (Farbduplex) von Schilddrüse, Herz, Bauchorganen sowie Arterien und Venen. Mit unserem neuen High-End-Ultraschall-System (GE LOGIQ S 8) können wir auch die Kontrastmittelsonographie (CEUS) anbieten. Damit können mit hoher Zuverlässigkeit herdförmiger Leberveränderungen schnell, nicht invasiv und ohne Strahlenbelastung beurteilt werden.  Eine üblicherweise eingesetzte Computertomographie ist damit oft entbehrlich.

    Durchführung von Funktionsuntersuchungen

    H2-Atemtest zur Diagnose von Nahrungsmittelintoleranz (z.B.: Lactose- und Fructose-Intoleranz) oder bakterielle Überwucherung als häufige Ursache von chronischem Durchfall, Blähungen und Bauchkrämpfen.

    Diagnostische und therapeutische Punktionen

    von Leber, Bauchhöhle, Rippfellraum und Schilddrüse

    Hepatologie

    Diagnostik und Therapie von Leber- und Gallenwegserkrankungen (speziell Hepatitis B, C und Leberzirrhose).

    Sprechstunde mit Betreuung

    bei chronischen gastroenterologischen Krankheiten (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, chronischer Hepatitis, Leberzirrhose, genetische Magen-Darm-Erkrankungen) in enger Zusammenarbeit mit dem Hausarzt.

    Internistische Gemeinschaftspraxis
    Gänsbühl 3 | 88348 Bad Saulgau

    Tel.:  07581 / 48 45-10
    Fax:  07581 / 48 45-20

    Unsere Sprechzeiten:
    Montag bis Freitag
    von 11:00 - 12:00 Uhr
    oder nach Vereinbarung

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